Das machen Heilerziehungspfleger (HEP)

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Als Heilerziehungspfleger (auch „HEP“ genannt) betreust, erziehst, unterstützt und förderst du Menschen mit geistigen und körperlichen Behinderungen.

Was heißt eigentlich „behindert“?

Nach dem Gesetz sind Menschen behindert, wenn ihre körperliche Funktion, geistige Fähigkeit oder seelische Gesundheit für eine längere Zeit nicht so ist, wie es typisch für das Alter wäre. Menschen mit Behinderung können am normalen Leben in der Gesellschaft nur beeinträchtigt teilhaben (9. Sozialgesetzbuch, §2). HEPs helfen diesen Menschen, wieder ein möglichst normales und eigenständiges Leben zu führen. Der Job besteht aus einem pädagogischen und einem pflegerischen Part.

Pädagogischer Part

  • Als HEP gestaltest du die Freizeit der zu betreuenden Menschen und regst sie dazu an, Hobbies nachzugehen, Musik zu machen oder Sport zu treiben.
  • Du stärkst ihr soziales Verhalten und förderst ihre persönliche Entwicklung.
  • Du hilfst ihnen beim (Wieder-)Einstieg in die Schule oder in den Beruf.

Pflegerischer Part

  • Du hilfst bei der Körperpflege und beim Anziehen.
  • Du hilfst beim Essen und bei der Einnahme von Medikamenten.

Als Heilerziehungspflegehelfer unterstützt du Heilerziehungspfleger bei der Pflege, Erziehung, Förderung und Anleitung der pflegebedürftigen Menschen. Die schulische Ausbildung dauert nur 1 bis 2 Jahre.

Gute Gründe für die Heilerziehungspflege

Warum sich die Ausbildung zum Heilerziehungspfleger lohnt? Darum:

  • Sinnvolle Arbeit
    Soziale Berufe sind sinnvolle Berufe. Du arbeitest mit Menschen und kannst die positiven Auswirkungen auf die von dir betreuten Menschen direkt erleben.
  • Gute Kontakte
    Durch den täglichen und engen Kontakt mit den Menschen, die du betreust, bilden sich oft gute Kontakte und enge Beziehungen. Das ist ein echter Bonus im Job!
  • Vielseitigkeit
    Eines ist sicher: Als HEP ist kein Tag wie der andere. Natürlich musst du den Tag strukturieren und täglich gleiche Pflegeaufgaben übernehmen, aber insbesondere bei der Freizeitgestaltung kannst du kreativ werden. Die Frage ist: Was machst du draus?

Passt der Beruf zu mir?

Wie in allen sozialen und pflegerischen Berufen trägst du als HEP viel Verantwortung, denn die Gesundheit und das Wohlbefinden der zu betreuenden Menschen liegen mit in deiner Hand. Du brauchst viel Einfühlungsvermögen, um auf die Stimmungen und das Verhalten deiner Patienten eingehen zu können. Die Erledigung von einfachen Aufgaben dauert manchmal länger, deshalb brauchst du auch viel Geduld. Bei der Medikamentenvergabe musst du zudem sehr sorgsam und gewissenhaft sein. Für die Freizeitgestaltung ist es von großem Vorteil, wenn du kreativ und musikalisch bist.

Kannst du diese Fragen mit „ja“ beantworten? Dann bist du bei der Heilerziehungspflege an der richtigen Adresse!

  • Ich finde es gut, enge Beziehungen und Freundschaften zu den betreuten Menschen aufzubauen.
  • Ich habe keine Hemmungen vor engem Körperkontakt und Pflegeaufgaben.
  • Ich rede gerne.
  • Ich bin kreativ und habe Spaß am Musizieren, am Basteln und an Bewegung.
  • Ich bin sozial eingestellt und respektiere Menschen mit Behinderung.
  • Ich kann einen Tag gut strukturieren und organisieren.
  • Ich bin verantwortungsbewusst und kann mich gut in andere hinein versetzen.

Ausbildungsdauer und -Voraussetzungen

Die Ausbildung zum Heilerziehungspfleger ist bundesweit nicht einheitlich. Je nach Bundesland machst du eine 3-jährige Ausbildung an einer Berufsfachschule mit integriertem Berufspraktikum oder eine 2-jährige schulische Ausbildung mit anschließendem 1-jährigen Berufspraktikum.

Auch der verlangte Schulabschluss ist unterschiedlich: Teilweise brauchst du die Mittlere Reife, teilweise nur einen Hauptschulabschluss. Ebenso sind die beruflichen Voraussetzungen von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. Zudem musst du die gesundheitliche Eignung zum Job mitbringen und brauchst teilweise ein polizeiliches Führungszeugnis oder den Nachweis eines Erste-Hilfe-Kurses.

Du kannst in diesem Bereich auch eine verkürzte Ausbildung zum Heilerziehungspflegehelfer machen. Als HEP-Helfer unterstützt du Heilerziehungspfleger bei Ihren Tätigkeiten. Die Ausbildung dauert 1 Jahr.

Arbeitsorte

  • Tagesstätten oder Wohn- und Pflegeheime
  • Kliniken
  • Förderschulen
  • Kindergärten
  • Privathaushalte

Karrieremöglichkeiten

Vom HEP…

  • zur Fachkraft für Heilpädagogisches Reiten oder zur Fachkraft für Beratung und Anleitung in der Pflege
  • zum Leiter einer Einrichtung als Fach- oder Betriebswirt im Sozial- und Gesundheitswesen
  • zum Chef eines eigenen ambulanten Pflege- und Sozialdienstes

Oder du studierst ein soziales oder pflegerisches Fach wie Soziale Arbeit, Pädagogik, Heilpädagogik, Sozialpädagogik oder Psychologie. Voraussetzung ist das Abitur oder Fachabitur.

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